Kaninchensyphilis – Behandlung einer chronischen Erkrankung

Kaninchen Jacky und Jonny (c) Dr. Ada von Kriegsheim

Definition Kaninchensyphilis

Kaninchensyphilis ist eine von Spirochäten (bestimmte Bakterien) übertragende Erkrankung. Behandelt wird sie schulmedizinisch mit einem spezifischen Antibiotikum. Problematisch bei dieser Behandlung ist, dass es zu einer Dysbiose (einer Verschiebung der bakteriellen Darmflora) kommen kann, die durchaus einen tödlichen Verlauf nehmen kann. Die Spirochätose der Kaninchen ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Fallbericht aus Darmstadt

Die Kaninchen Jacky und Jonny aus Darmstadt bekommen im Alter von einem Jahr die typischen Symptome einer Kaninchensyphilis und werden beim Tierarzt vorgestellt.

Kaninchen Jacky mit typischen Symptomen der Kaninchensyphilis am Maul (c) Dr. Ada von Kriegsheim
Kaninchen Jacky mit typischen Symptomen der Kaninchensyphilis am Maul (c) Dr. Ada von Kriegsheim

Eine homöopathische Behandlung bringt zunächst nicht den entsprechenden Erfolg. Fünf Monate später bekommen beide Kaninchen das entsprechende Antibiotikum für fünf Tage injiziert. Die Tiere sind nach der Behandlung symptomfrei.

Zwei Monate später zeigen sich erneute Erkrankungsanzeichen. Da die antibiotische Behandlung erst vor kurzem erfolgte, wird abgewartet. Weitere acht Wochen später fressen die Tiere auf Grund der Erkrankung bereits schlechter.

Die Gabe von Antibiotikum wird darauf hin wiederholt. Am vierten Tag der Behandlung stellen die Patienten jedoch das Fressen ein. Um die volle Wirkung des Antibiotikums zu gewährleisten, wird dieses auch am fünften Tag verabreicht. Gleichzeitig beginnt eine symptomatische schulmedizinische und homöopathische Therapie, um der Dysbakterie entgegen zu wirken. Etwa eine Woche später fressen beide Kaninchen und sind verhaltensunauffällig. Nicht alle Kaninchen überstehen diese Phase. Die Anzeichen der Erkrankung sind erneut verschwunden.

Etwa drei Monate treten die Symptome der Spirochätose wieder auf. Die Erkrankung ist chronisch.

Kaninchen Jacky mit weiteren Symptomen der Kaninchensyphilis am Maul (c) Dr. Ada von Kriegsheim
Kaninchen Jacky mit weiteren Symptomen der Kaninchensyphilis am Maul (c) Dr. Ada von Kriegsheim

Auf Grund der Schwierigkeiten bei der letzten Antibiotikagabe ist es keine Option mehr, die Kaninchen schulmedizinisch zu behandeln. Die Sorge, dass beide Kaninchen versterben, ist zu groß. Nach Repertorisation und gründlicher homöopathischer Arzneimittelstudie bekommen beide Tiere ein weiteres homöopathisches Mittel. Dieses wurde ihnen zuvor noch nicht verabreicht. Zusehends verschwinden die Symptome. Zwei Wochen später sind beide Tiere symptomfrei.

Kaninchen Jacky zwei Wochen nach homöopathischer Behandlung der Kaninchensyphilis am Maul (c) Dr. Ada von Kriegsheim
Kaninchen Jacky zwei Wochen nach homöopathischer Behandlung der Kaninchensyphilis am Maul (c) Dr. Ada von Kriegsheim

Fünf Monate später beginnen beide Tiere wieder Symptome zu entwickeln. Das Arzneimittel, welches den Erfolg gebracht hat, wird wiederholt verabreicht. Dieses Mal tritt keine Besserung ein. Beide Tiere werden erneut mit einer Anamnese versehen. Im Ergebnis benötigen beide unterschiedliche Mittel. Die Symptome entwickeln sich zurück. Weitere drei Monate später werden die Mittelgabe wiederholt.

Dann haben Jacky und Jonny etwa ein Jahr Ruhe. Es zeigen sich wieder Symptome um das Maul herum. Beide bekommen wieder eine homöopathische Arznei. Jacky reagiert auf die Globuli innerhalb von zwei Wochen mit einer Besserung und dem Verschwinden der Symptome. Jonny benötigt ein weiteres Mittel, bis eine Besserung eintritt.

Beide Kaninchen reagieren im zweiten Anlauf gut auf die homöopathische Behandlung, sind weitgehendst symptomfrei und brauchen seit zwei Jahren kein Antibiotikum mehr.

Fazit

Bei einer bakteriell bedingten Erkrankung ist es sinnvoll mit spezifischem Antibiotikum zu therapieren, speziell, wenn die beginnende homöopathische Therapie nicht greift. In diesem Fall hilft das Antibiotikum, die Wirkung hält aber nur kurz vor. Deshalb wird die Behandlung nach vier Monaten wiederholt. Dieses Mal zeigen die Tiere schwerwiegende Nebenwirkungen. Da die Besitzer diese nicht alle vier Monate riskieren wollen, wird wieder auf die homöopathische Behandlung zurückgegriffen. Es zeigt sich, dass nicht immer das gleiche homöopathische Mittel hilft.

Bei chronischen Erkrankungen sollte der Fall durch den Tierarzt kontinuierlich begleitet und ggf. angepasst werden, um die erfolgreiche homöopathische Behandlung auch über einen längeren Zeitraum zu sichern. Die Mitarbeit von Seiten der Besitzer und der Tiere ist ebenso gefragt, wie ihre Geduld.

In diesem Fall ist die komplementäre homöopathische Therapie erfolgreich.

Veröffentlicht von Dr. Ada von Kriegsheim

Doktor der Tiermedizin mit der Zusatzbezeichung Homöopathie.

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