Arthrose im Hüftgelenk bei einer Katze

Hauskatze (c) freeimages.com/ayla87

Vorstellungsgrund

Die elf Jahre alte weiblich kastrierte Katze „Max“ aus Darmstadt hatte mit acht Monaten einen Autounfall. Dabei kam es zu einem einseitigen Beckenbruch im Bereich des Hüftgelenks. Die Behandlung erfolgte konservativ, d.h. die Katze wurde ruhiggehalten, bis die Knochen wieder zusammen gewachsen waren.

Jahre später zeigt Max eine Lahmheit auf der betroffenen Seite. Da die Katze keine schulmedizinischen Schmerzmittel verträgt, suchen die Besitzer eine Alternative. Eine Operation ist für die Besitzer keine Therapieoption. Die Röntgenaufnahme der Hüfte zeigt eine deutliche Arthrosebildung im Bereich der alten Fraktur.

Homöopathische Anamnese

Die homöopathische Befragung ergibt Folgendes. Max ist gereizt, wenn sie lahmt. Sie zieht sich zurück und lässt sich nicht streicheln. Sie liegt meistens auf der betroffenen Seite. Am schlimmsten ist die Lahmheit, wenn es feucht und/oder kalt ist. Sie kann nicht springen. Die betroffene Hüfte bzw. die Seite tut ihr abends mehr weh. Das Aufstehen ist eher behäbig.

Mittelgabe und Verlauf

Die Reizbarkeit und das Liegen auf der betroffenen Seite sprechen für ein bestimmtes homöopathisches Mittel. Max bekommt dieses in einer Hochpotenz. Nach zwei Tagen zeigt sich eine Wirkung: Max humpelt nicht mehr. Die Besserung hält ca. eine Woche an, dann kommt es wieder zur Verschlechterung und das homöopathische Arzneimittel wird wiederholt in gleicher Potenz gegeben.

Eine Kontrolle vier Wochen später ergibt, dass Max sich nicht mehr so zurück zieht. Sie liegt auf beiden Seiten. Sie springt wieder auf den Tisch, was sie vorher nicht gemacht hat. Da die Wirkung des Mittels jeweils eine Woche anhält, wird die Mittelgabe wöchentlich wiederholt. Die Globuli werden über das Futter gegeben und problemlos mit gefressen.

Ein Telefonat nach acht Monaten ergibt folgendes: Max geht es super. Seit der Therapie spielt sie wieder mit der anderen Katze im Haushalt. Auch das hatte sie vor der homöopathischen Behandlung eingestellt. Die Besitzer versuchen, die homöopathische Arzneimittelgabe, soweit es geht zu strecken. Das Arzneimittel wirkt maximal drei Wochen. Wenn es Max schlechter geht, läuft sie nicht mehr, liegt still und ist zurückhaltend. Diese Symptome verschwinden nach der Gabe des homöopathischen Mittels.

Fazit

In diesem Fall zeigt sich, dass homöopathische Arzneimittel auch zur symptomatischen Therapie eingesetzt werden können. Der Autounfall und deren Folgen sind etwas, mit dem Max sich bis zum Ende des Lebens auseinandersetzen muss. Eine Heilung ist in diesem Fall schulmedizinisch und homöopathisch nicht möglich. Umso erfreulicher, dass die homöopathische Behandlung das Leiden lindert und Max mehr Bewegung und Lebensfreude bringt.

Veröffentlicht von Dr. Ada von Kriegsheim

Doktor der Tiermedizin mit der Zusatzbezeichung Homöopathie.

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